Für die Texte verantwortlich zeichnen unsere SchülerInnen
Sky Goiser (8B), Melissa Macit (8B), Emma Nährer (8B) und Anton Pauker (7D). Sie erzählen vom Entstehungsprozess des Stücks: 


Erstmals erfuhren wir von der Möglichkeit, am Drehbuch des nächsten Künstlerischen Großprojekts mitwirken zu können, im Deutschunterricht; direkt packte uns die Neugier. Zu Beginn wussten wir nicht, was uns erwarten würde - keiner von uns hatte bisher ein Theaterstück geschrieben, und darauf, die eigenen Worte auf der Bühne zu hören, war auch niemand vorbereitet.
Zudem durften wir teilweise selbst unser Geschriebenes auf der Bühne zum Leben erwecken, wodurch wir unsere Vorstellungen eigenhändig in die Tat umsetzen können. Während des Verfassens fragten wir uns oft: "Wie wirkt das auf der Bühne?" oder "Ist dies ausdrucksstark genug?". Nun konnten wir uns diese Fragen selbst beantworten, indem wir in die von uns entwickelnden Charaktere schlüpften.
Es wäre uns als Autor:innen nicht möglich gewesen, die Szenen auszuarbeiten und ihnen Leben „einzuhauchen“, wenn Frau Professor Wöll nicht vorab so ein tolles Storyboard konzipiert hätte, das uns stets eine Leitlinie und Orientierungshilfe war. Trotz dieser Vorgaben konnten wir unsere eigenen Erfahrungen als Schüler:innen dieser Schule maßgeblich in den Schreibprozess miteinfließen lassen und die Geschichte selbst mitgestalten. Ob schulinterne Witze, grenzwertige Anspielungen oder Wortspiele des alleruntersten Niveaus, kein Scherz war uns zu blöde. Von den Beleidigungen vonseiten Pauls kleiner Schwester über Emilias Musikschularbeit bis hin zu der umgeschriebenen Version von „Mädchen gegen Jungs“ - wir hatten unseren Spaß während all der Treffen, die im warmen Licht der spätsommerlichen Sonne auf der Terrasse unserer herzallerliebsten Cafeteria stattfanden.
Wir wollen hier auch Frau Professor Schilling ein großes Dankeschön aussprechen, die uns während unserer gesamten Schreibarbeiten immer tatkräftig unterstützte und bei sämtlichen Fragen zur Verfügung stand.
Zwischen allen Witzeleien wurden auch äußerst ernste Themen im Stück behandelt, was es bei der Verfassung des Dialogs und Geschehens auf der Bühne zu beachten galt. Eine Linie zwischen dem harten Kampf um das Frauenwahlrecht und der amüsanten Rivalität zwischen Emilia und Paul zu ziehen war nicht immer leicht, doch mit gegenseitiger Hilfe und Unterstützung glauben wir, diese Ambivalenz adäquat auf die Bühne gebracht zu haben.
Entstanden ist das Drehbuch gegen Ende des letzten Schuljahres sowie während der Sommerferien 2025. Wir wandten uns dieser Aufgabe aufgrund unserer Liebe für Kreatives zu und konnten diese auch ausleben, da wir durch die große Vielfalt an Szenen aussuchen konnten, was wir schreiben wollten - ob dies nun ernstere oder lustigere Sequenzen waren. Einen weiteren differenzierenden Faktor stellten die Storyboards dar, da jedes unterschiedlich viel kreativen Spielraum ließ, je nachdem wie viele Details vorgegeben waren.
Obwohl wir den Großteil der Szenen unabhängig voneinander im Alleingang schrieben war es dennoch faszinierend zu sehen, wie sich nach und nach alles zu einem großen Gesamtbild zusammenfügte. Im Nachhinein gab es sicherlich Stellen, an denen wir den Wortlaut gerne noch angepasst oder einen Szenenablauf verändert hätten, doch dies zeigt nur, dass wir als Schreibende wuchsen und zu neuen Erkenntnissen gelangten. Vor allem bei den Hauptcharakteren – Paul, Emilia und Katalin – gelang es uns sehr gut, starke und auch ganz unterschiedliche Persönlichkeiten zu schaffen, die sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelten, über ihre Schatten sprangen und an Herausforderungen wuchsen. Und dann zu sehen, wie diese Charaktere vom Papier auf die Bühne kamen, indem sie so großartig von den Schauspieler:innen und Sänger:innen verkörpert wurden, hat uns allen nochmal aufgezeigt, wie sehr es sich gelohnt hat, so viel Zeit ins Schreiben dieses Projekts zu investieren. Es war eine unfassbare Erfahrung, bei einem so großartigen Großprojekt mitwirken zu dürfen und wir wollen aus ganzen Herzen allen Personen danken, welche die diesjährige Eigenproduktion möglich gemacht haben.